Spaßbäder und Spielscheunen, Nationalparkhäuser und Mitmachmuseen, Teestuben, Fischrestaurants und Hofcafés: Die ostfriesische Küste hält für „Schietwedder“ allerhand Zerstreuung bereit. Man selbst wappnet sich für die Reise mit Regenschutz vom Scheitel bis zur Sohle. Und dann kommt alles ganz anders als erwartet.
Tag für Tag dieselbe Aussicht: Regenwolken dicht an dicht, begleitet von Temperaturen, die man eher mit Herbst als mit Hochsommer assoziiert. Immer schwächer wurde die Hoffnung, dass der Wettergott irgendwann noch einmal ein Einsehen haben könnte, und immer stärker wurde die Sehnsucht nach all jenen mit der warmen Jahreszeit verbundenen Sinnesfreuden – auf einer Blumenwiese liegen, ins unermessliche Blau des Himmels blicken, Barfußlaufen, Baden, Grillgelage an lauschigen Abenden.
Der Plan war folgender gewesen: Mitten im südhessischen Sommer, der zuweilen schonungslos stickig sein kann, wollten wir uns Richtung Norden aufmachen. Ein Aufenthalt an der ostfriesischen Nordsee wäre zu diesem Zeitpunkt eine willkommene Abwechslung. Es würde dort geben: ein erfrischendes Klima, das zum Aktivsein statt zur Dauersiesta animiert, die Weite des Wattenmeeres statt überfüllter Freibäder, Fischbrötchen und Schwarztee statt Eis und Limonade.
Und nun das: flächendeckend von Flensburg bis Füssen ein nimmer enden wollender Sommerdurchhänger. Wir bereuten die Wahl unseres Reiseziels längst bitterlich. Hätten wir bloß eine Urlaubsregion in mediterranen Gefilden favorisiert und nicht ausgerechnet diese wettertechnisch wankelmütigste Gegend weit und breit.
Zu spät. Jetzt hieß es also, alles Verfügbare an wind- und wasserresistenter Funktionskleidung zusammenzutragen, um sich für das dräuende Schmuddelwetter zu wappnen. Oder um es gleich korrekt auf Plattdeutsch zu sagen: für „Schietwedder“. Pures Wunschdenken veranlasste uns dazu, die letzten Löcher im Gepäck mit Badesachen und einigen luftigen Sommerkleidern auszustopfen. Zum Schluss quetschten wir im Kofferraum neben die Regenschirme auch noch unsere geliebte Strandmuschel. Vielleicht würde sie als Schutz gegen Wind zum Einsatz kommen, wenn schon nicht gegen UV-Strahlen.
Dann die erste Rast an der Autobahn: stahlgrauer Himmel und Nieselregen. Beim zweiten Stopp: geschlossene Wolkendecke, aber immerhin bleiben wir trocken. Kurz vor Emden wird es allmählich heller, und als wir in unserem Ferienort bei Greetsiel ankommen, lacht die Sonne von einem mit Wattewölkchen bestickten Himmel. Kein kalter Wind geht, ja nicht einmal eine leichte Brise. Das alles fühlt sich, man mag es kaum glauben, geradezu nach Sommer an. Allerdings trauen wir dem Frieden keineswegs. Erst einmal abwarten, was die meteorologische Wundertüte namens Nordsee noch alles für uns bereithalten wird.
Anderntags liegen Wiesen und Felder in mystischem Morgendunst. Wir bleiben skeptisch. Da ist noch alles drin, Sonne satt ebenso wie peitschender Regen. Doch schon bald darauf zieht uns feinstes Ausflugswetter magnetisch hinaus. Bis auf einige seidig schimmernde Cirruswolken hat sich der Himmel restlos aufgeklart. Kein Lüftchen regt sich. Auf ans Meer! Wer weiß schon, wie oft wir noch einmal solche Bedingungen haben werden.
In Norddeich spazieren wir geradewegs zum Strand und ignorieren sämtliche Schlechtwettereinrichtungen des zur Stadt Norden gehörenden Küstenortes: das Nationalparkhaus mit der Seehundstation und dem etwas außerhalb befindlichen „Waloseum“, das Erlebnisbad „Ocean Wave“, das große Kinderspielhaus, das „Haus des Gastes“ mit seinen Gastronomie- und Veranstaltungsangeboten, den Lesesaal mit Büchertauschtheke direkt am Deich und all die Cafés, Teestuben und Fischrestaurants. Zwischen den Strandkörben finden wir problemlos ein schönes Plätzchen für unsere Strandmuschel. Raus aus den Schuhen und rein in den Sand, dessen Feinkörnigkeit und Farbe den Vergleich mit Backpulver nahelegt.
Nach und nach trudeln immer mehr Menschen ein, von Gedränge kann dennoch keine Rede sein. Alles verläuft sich auf diesem riesigen Areal, das sich offiziell „Das DECK“ nennt und 2022 nach vierjähriger Bauzeit für 20 Millionen Euro als eines der größten touristischen Infrastrukturprojekte der niedersächsischen Nordseeküste fertiggestellt wurde. Wir steigen über die neu erschaffenen Meeresterrassen ins Wasser, streifen über die Promenade, den Dünenlehrpfad und durch die Nationalparkausstellung, bestaunen den Abenteuerspielplatz mit seinen von Meeresgetier inspirierten, monströsen Holzspielgeräten wie Kletterfisch, Seespinnenseilbahn und Wattwurmrutsche, beobachten das Treiben in der für Fußball, Tennis und Volleyball konzipierten Sportzone und überzeugen uns auf der Dachterrasse der Strandbar „WATT N‘ BLICK“ davon, ob der Name hält, was er verspricht: Streng hochdeutsch genommen nicht ganz, denn die Nordsee befindet sich gerade im Flutzustand. Vom Watt ist nichts zu erahnen. Als plattdeutsches Wortspiel gedeutet, stimmt es aber vollends: Was für eine Aussicht! Die Dünen, der weiße Sand, das Meer, der blaue Himmel mitsamt wunderbarer Wolkenschau.
Am zweiten Tag das gleiche Szenario: ein milchiger Morgenhimmel, der sich alsbald zu einer angenehmen Mischung aus Sonne und Wolken konkretisiert. Perfekt für einen Ausflug nach Greetsiel. Früher einmal war der Fischerhafen an der Leybucht Stammsitz einer ostfriesischen Häuptlingsfamilie. Heute strömen Touristenscharen durch die als „Bilderbuch-Dorf an der Nordsee“ beworbene 1500-Einwohner-Ortschaft der Gemeinde Krummhörn.
Wir reihen uns ein und lassen uns treiben – vorbei an den als Wahrzeichen Greetsiels geltenden Zwillingsmühlen, ein roter Galerieholländer (mit Mühlenladen und Café) und ein grüner (mit Teestube und Kunstgalerie), dann durch die Gemütlichkeit ausstrahlenden Gassen. Wir erfreuen uns am Puppenstubencharme der Giebelhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert, stecken hier und da den Kopf in die Krimskramsläden, deren Auswahl von Nützlichem bis zu Nutzlosem reicht, von Friesennerzen über Sanddornprodukte bis zu Windspielen, werfen einen Blick in die Backsteinsaalkirche aus dem 14./15. Jahrhundert und kehren angesichts des wonnigen Wetters nicht in die urigen Cafés und Fischlokale ein, sondern bevorzugen die Imbissbuden direkt am Hafen. Entlang der Kaimauern schaukeln Krabbenkutter, nirgends sonst in Ostfriesland existiert eine größere Flotte. Wo sonst, wenn nicht hier, sollte man sich ein Fischbrötchen spendieren – salzige Meeresluft und Blick auf die bunten Boote, das alte Sieltor und die Nordsee inklusive.
Den Besuch der Greetsieler Schietwedderzufluchtsstätten heben wir uns für ein anderes Mal auf: das Wohlfühlbad „Koppke“, dessen Name vom plattdeutschen Wort für Teetasse inspiriert ist, das Lükko-Leuchtturm-Spielhaus neben dem großen Abenteuerspielplatz und das Nationalparkhaus mit seiner umweltpädagogischen Ausstellung zur sensiblen wie komplexen Tier- und Pflanzenwelt des 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe deklarierten Wattenmeeres. Im Nationalparkhaus kann man an einem Zugvogelquiz teilnehmen, in einer Dunkelkammer auf den Meeresgrund tauchen und sich in einem Sturmsimulator einmal richtig durchpusten lassen. Wir genießen lieber die Wirklichkeit und ihre Windstille in vollen Zügen.
















Am dritten Tag zieht uns das trockene und sonnige Wetter abermals ans Meer. Auf der Fahrt zum Nordseebad Dornumersiel modelliert sich über uns ein graphitgraues Wolkengebirge. Vor Ort orientieren wir uns zunächst, wo wir unterschlüpfen können, wenn plötzlich Sturm und Regen ausbrechen: gleich am Strand im „Reethaus am Meer“, das über Kaminzimmer, Leseraum, Spielscheune und Touristeninformation verfügt, am Kutter- und Sportboothafen in der Verkaufshalle des Feinkosthändlers „Fisch Rinjes“, der Delikatessen zum Mitnehmen oder Sofortessen anbietet, und in der dazugehörigen Feriengemeinde Dornum in etlichen gastronomischen und kulturellen Einrichtungen.
Doch dazu kommt es gar nicht. Kurze Zeit später konkurriert der Himmel schon wieder mit dem großen Nivea-Ball, der im Originalfarbton der Beiersdorf-Kosmetikmarke seit Jahrzehnten weithin sichtbar über den Strandkörben von Dornumersiel leuchtet. Am 400 Meter langen Sand- und Grünstrand entdecken wir für unsere Strandmuschel noch Freiflächen in erster Reihe. Die Nordsee hat gerade Niedrigwasser. Wir laufen barfuß durchs Watt, sammeln Muscheln, sichten Krebse und können es nicht fassen, wie sagenhaft seidig sich Schlick anfühlt.
Die Schlechtwettersehenswürdigkeiten von Dornum sparen wir uns für später auf: das im historischen Ortskern gelegene barocke Wasserschloss aus dem 14. Jahrhundert, die Bartholomäuskirche aus dem 13. Jahrhundert, die Synagoge Dornum mit einer Dauerausstellung zum jüdischen Leben in Ostfriesland, das Nationalparkhaus, das kleine Erlebnismuseum Bockwindmühle, das ebenfalls kleine Zwei-Siele-Museum und das noch kleinere Heimatmuseum „Oma-Freese-Huus“.
Auch am vierten Tag deutet nichts darauf hin, dass uns die Nordsee ihr wildes Wesen demonstrieren will. Am Himmel treiben fluffige Wölkchen dahin. Es geht eine engelsflügelzarte Brise. Ideal für eine Fahrradtour am Deich entlang. Wir starten von Greetsiel in südliche Richtung. Vor uns liegt eine schier endlose Weite – Salzwiesen, Deich, die silbrig glänzende Nordsee und dynamische Wolkenspiele, die dem Firmament fantastische Dimensionen verleihen. Das alles ist zu reizend, um dem Schild zum Hofcafé „Himmel auf Erden“ zu folgen. Wir können uns in diesem Augenblick nichts Paradiesischeres vorstellen, als weiter durch dieses Postkartenpanorama zu pedalieren. Auf einer Bank oben auf dem Deich legen wir eine Picknickpause ein. Um uns herum grasen Schafe in größter Gelassenheit.
Am fünften Tag beginnen wir uns zu entspannen. Jetzt haben wir in unserer Urlaubsregion schon beinahe alle Outdoor-Aktivitäten realisiert, die uns besonders am Herzen lagen. Deshalb entscheiden wir uns, das heutige Traumwetter für einen Abstecher zur Seehundstation zu opfern, auf die wir uns sehr gefreut hatten. Bis zu 150 verwaiste oder kranke Tiere werden jedes Jahr in dieser Heulerherberge gepflegt und in die Freiheit entlassen, sobald sie genügend Fett und Muskulatur angesetzt oder sich von ihren Leiden erholt haben. Durch große Glasfenster können wir die Seehundkinder beim Schwimmen, Spielen und Schlafen beobachten.
















Und dann geht es mit dem Sommerhoch immer so weiter. Zwar deuten an manchen Tagen Pfützen darauf hin, dass es nachts geregnet haben muss. Doch spätestens bis mittags ist alles verdunstet und die Sonne strahlt kraftvoll vom Himmel, meist in Kombination mit zauberhaftem Wolkenschmuck – federartige Schleier, anmutige Schäfchenwolken, bauschige Quellwolken in strahlendem Weiß. Die wasserabweisende Kleidung und die Regenschirme kommen nicht ein einziges Mal zum Einsatz, dafür andauernd Sonnencreme und vielfach die Strandmuschel.
Statt uns vor Sturmböen in Erlebnisbäder zu retten, vergnügen wir uns am Meer. Statt bei anhaltendem Regen in Teestuben zu verweilen, genießen wir in Strandbars und auf Terrassen von Hofcafés Cappuccino, Eis und hausgemachte Kuchenspezialitäten. Statt uns vor Kälteeinbrüchen in Kunsthallen zu flüchten, bewundern wir das Meisterwerk der Natur: eine Landschaft wie gemalt aus Mooren, Kanälen, Deichen, Dünengürteln, funkelnder Nordsee und dramatisches Wolkentheater, eine virtuos komponierte Symphonie aus Grün, Blau, Weiß.
Statt in Nationalparkhäusern, lokalgeschichtlichen Museen und sonstigen theoretisches Wissen vermittelnden Institutionen auf Wohlfühlwetter zu warten, besichtigen wir bei eben solchem die Leuchttürme von Pilsum (kleinster Deutschlands, elf Meter, 28 Stufen) und Campen (höchster Deutschlands, 65 Meter, 308 Stufen), lustwandeln durch den im frühromantischen Stil angelegten Schlosspark von Lütetsburg mit seiner märchenhaften Melange aus exotischen und heimischen Pflanzenarten, Teichen, Wasserläufen und Pavillons, erklimmen in Marienhafe den Turm der Marienkirche mit der „Störtebekerkammer“, in der sich einst der berühmt-berüchtigte Seeräuber versteckt haben soll, wobei die Informationen hierzu irgendwo zwischen Sage und Wahrheit oszillieren, und schlendern durch die Warfendörfer der Krummhörn mit ihren heimeligen Häusern, malerischen Windmühlen und Kirchen, die sich klassischerweise in der Ortsmitte auf einem kleinen Hügel befinden – nicht etwa, damit die Gläubigen ihrem Herrgott im Himmel ein Stück näher sind, sondern aus ganz praktischen Gründen. Die Gotteshäuser sollten den Dorfbewohnern bei Sturmfluten als Notquartier dienen.

























Gegen Ende unserer Nordsee-Reise wird es irgendwann eng, in die Ausflugspläne noch all jene Programmpunkte zu integrieren, die wir uns für unwirtliches Wetter aufbewahrt hatten. Dann endlich eines morgens: ein diffuser Himmel, der sich rasch zu einer finsteren Wolkenfront definiert. Auf zu einer Teestube, um eine regionaltypische Teezeremonie zu erleben, bei der angeblich alles bis ins Detail festlegt ist, angefangen vom Servieren des beliebten Heißgetränks (weißblaues Porzellangeschirr mit Stövchen) übers Kredenzen mit Kluntje (Kristallzucker) und Wulkje (Sahne) bis hin zum Konsumieren (Schlürfen ist erlaubt).
Oder nein, doch erst zum „Waloseum“. Die Einrichtung gehört zur Seehundstation von Norddeich und liegt etwas außerhalb in Norden-Osterloog. Wir betreten die schummrig beleuchtete Ausstellung und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Anhand von lebensgroßen Modellen, echten Skeletten, Schautafeln und Interaktionswänden erfahren wir alles Wissenswerte über die Lebensgewohnheiten der größten Säugetiere der Welt – über ihre Lieblingsspeisen, ihre Gesänge, ihr Tauchverhalten, ihre Zugrouten. Das zweifelsfrei beeindruckendste Exponat ist das 15 Meter lange Gerippe eines Pottwals, der 2003 vor Norderney strandete und nun an Stahltrossen an der Decke hängt. Aber auch die Nachbildung eines Blauwalherzes in Originalgröße, dessen Pochen man erfühlen kann, muss man gesehen haben. Zum Schluss schauen wir uns im Waloseum noch die Quarantänestation für junge Seehunde und Kegelrobben an. Die Findlinge werden hier aufgepäppelt, bevor sie zu ihren Artgenossen in die Seehundstation von Norddeich übersiedeln. Dann tauchen wir aus der Unterwasserwelt wieder nach draußen ans Tageslicht auf. Und siehe da – die Sonne scheint schon wieder.







WOHIN BEI „SCHIETWEDDER“?
Ausstellungen und Museen
Aurich: Energie Erlebnis Zentrum
Campen: Ostfriesisches Landwirtschaftsmuseum
Dornum: Erlebnismuseum Bockwindmühle
Dornum: Synagoge Dornum
Emden: Kunsthalle
Esens: Mühlenmuseum „Leben am Meer“
Marienhafe: Turmmuseum im Störtebekerturm
Norddeich: Seehundstation
Norden: Teemuseum
Norden-Osterloog: Automobil- und Spielzeugmuseum
Norden-Osterloog: Waloseum
Erlebnis- und Thermalbäder
Aurich: Familien- und Wohlfühlbad „De Baalje“
Bensersiel: Nordseetherme
Emden: Friesentherme
Greetsiel: Wohlfühlbad „Koppke“
Norddeich: Erlebnisbad „Ocean Wave“
Hofcafés und Teestuben
Dornum: „Café am Wasserschloss“
Dornum: „Café Kluntje-Pott“
Eversmeer: „Café zum Ewigen Meer“
Greetsiel: „Himmel auf Erden“
Greetsiel: „Dat Huuske”
Krummhörn: „Kluntjestuv“
Norden: „Westgaster Mühle“
Südbrookmerland: „Teestube Moorgold“
Indoor-Spielplätze
Bensersiel: Abenteuerland
Dornumersiel: Spielscheune „Reethaus am Meer“
Emden: Freizeitcenter
Esens: Indoorspielpark „Klabautermann“
Greetsiel: „Lükko-Leuchtturm-Kinderhaus“
Norddeich: Kinderspielhaus
Wiesum: Indoorpark „Moin Moin“
Nationalparkhäuser
Bensersiel
Dornumersiel
Greetsiel
Norddeich
WAS SONST NOCH WISSENSWERT IST
Für Übernachtungsgäste der ostfriesischen Nordseeküste ist der Erwerb der „NordseeCard“ verpflichtend. Dafür bietet die Gästekarte aber auch allerlei lohnenswerte Ermäßigungen (für Aktiv- und Familienprogramme, Hallen- und Freibäder, geführte Wanderungen etc.).
8 Kommentare
Sehr schön geschrieben, ich weiß, an der deutschen See braucht man IMMER Mütze UND Bikini….
Wir werden es im Sommer in Schierensee testen…
Viele Grüße
Vielen Dank für die schöne Rückmeldung. Dann wünsche ich euch eine erholsame Zeit im Norden mit viel Sonnenschein.
ich mag den blanken Hans mit seinem rauen Gesicht. Genauso die Flensburger Förde mit ihrer beschaulichen Atmosphäre
Das geht mir ganz genauso. Beide Küsten haben ihren eigenen Reiz, weshalb eigentlich jeder Vergleich überflüssig ist.
Ha, endlich mal was Neues hier! Das ist schön.
Mir fällt dazu spontan jemand ein, der sich stets standhaft weigerte, Wettererscheinungen zu thematisieren, da dies zu lapidar sei… :-)
Wie immer sauber bebildert!
Herzlichen Dank für den Kommentar. Ich habe tatsächlich eine Weile überlegt, ob das Wettermotiv als Aufhänger für einen Nordsee-Bericht trägt. Angesichts der besonderen Umstände bin ich jedoch zu dem Ergebnis gekommen: Ja, das kann funktionieren.
Und was die erwähnte Person betrifft: Womöglich bezieht sich ihre Abneigung nicht auf eine literarische/sachtextliche Abhandlung von Wettererscheinungen, sondern auf den Gebrauch im Small-Talk-Kontext. Das wäre nachvollziehbar. Seit der Erfindung von Wetter-Apps hat das diesbezügliche Geschwafel durchaus noch einmal ein neues Belanglosigkeitslevel erreicht. Von wegen dem Blick auf die App-Anzeige wird mehr Glauben geschenkt als dem in den Himmel …
Ah, danke. Das Statement trägt. Literarisch kommt da sofort Karen Duwes Regenroman in den Sinn, mittlere 90-er, meiner Erinnerung nach. Das soziale Phänomen des Small Talk ist wieder ein ganz anderes Thema. „Hamma ma schön Wetter heute. Alles kloa?“ „Jou, ett muut. Kamma watt schaffe.“ Unkonstruktiv wird es erst, wenn der Dauerregen in die Knochen fährt und das zu längeren Darlegungen zum individuellen Gesundheitszustand verleitet. Dann fällt der Tagesarbeitsplan des Gegenüber ins Wasser, und der entstehende Zeitverzug lässt die Gewitterfront schneller anrücken.
Wetter ist hervorragend zum derben Fluchen geeignet. Auch deshalb, weil es zu Überlegungen über die Kleidungswahl nötigt. Das Fluchen beugt Magengeschwüren vor. Aber niemand fühlt sich direkt beleidigt. Allenfalls in theokratischen Regimen könnten abschätzige Äußerungen übers Wetter als Gotteslästerung interpretiert werden.
Jau, und watt is mit META?
http://www.metas-musikschuppen.de/geschichte/