Fabelwesen aus Terrakotta, goldene Kaisersiegel und riesige Bronzetrommeln: Erstmals gastiert in Deutschland eine Sonderschau mit Nationalschätzen aus Vietnam. Reist man zu den Fundorten, erlebt man ein Land zwischen Fortschrittshunger und Ahnenkult, Kontrolle und kleinkapitalistischer Anarchie, konfuzianischer Emsigkeit und Gleichmut.
Auf nackten Sohlen über Marmor, Teakholz und Affenkot
Pagoden, Tempel und Stupas zu Abertausenden, geweihte Felsen und Berge, auf denen Geister hausen: Myanmar ist geradezu übersät mit buddhistischen Heiligtümern. Schuhe und Strümpfe sind in den Stätten verboten, so dass man insgesamt oft barfüßig unterwegs ist. Und es dauert nicht lange, da will man auch gar nicht mehr anders.
Die russische Primaballerina
Schon zu Zeiten der Zaren brachten die Ballettschulen von Sankt Petersburg große Tänzer hervor. Kein Wunder, denn in der russischen Millionenmetropole paart sich Ebenmaß mit Eleganz, Präzision mit Ausdruckskraft, Erhabenheit mit Leichtigkeit. Eine Reise zu Prachtstraßen, Prunkbauten und Ballettschülerinnen.
Das duftende Gold von Dhofar
Die alten Ägypter verwendeten ihn zum Mumifizieren, die Römer vertrieben damit üble Gerüche, und die Kirchen des Abendlandes schwängerten ihre Gotteshäuser mit seinem süßlichholzigen Duft: Über Jahrtausende war Weihrauch aus dem Süden von Oman ein Verkaufsschlager. Auch heute noch schweben an der Küste des Sultanats weißgraue Schwaden – zumindest dann, wenn Monsunzeit ist und alles im Nebel versinkt.
Das Glückslicht erscheint nur den Guten
Wir hatten davon gehört, dass in Sichuan ein ganz besonderer Pfeffer wächst und wilde Pandabären durch die Bergwälder streifen. Dass die Provinz im Südwesten Chinas obendrein kolossale Weltkulturerbeschätze besitzt, wussten wir nicht – und waren umso hingerissener.
Löwenköpfe in Sojasauce
Schon vor Jahrtausenden hat ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem die südchinesische Provinz Sichuan in einen agrarischen Garten Eden verwandelt. Ein kulinarischer Streifzug durch die Region, die auch als „Land des Überflusses“ bezeichnet wird und weit mehr hervorgebracht hat als den bekannten Pfeffer.
Schiffschaukel-Feeling in der Wüste
Wer in Dubai eine Wüstensafari bucht, sollte wissen, dass die Unternehmung auch „Dune Bashing“ heißt. Denn es geht nicht um eine geruhsame Offroadfahrt, sondern darum, das Fahrzeug durch wilde Manöver zum Schwanken zu bringen – immer so, dass es gerade nicht auf dem Dach landet. Für empfindliche Mägen sind Spucktüten vorhanden.