Lieblingsunterkünfte, Südafrika

The Outpost, Zimmer zur Wildnis


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An der Rezeption von The Outpost erfährt man, dass die Zimmer hier nicht Rooms heißen, sondern Spaces. Beim Betreten erschließt sich der Grund: Die Zimmer scheinen unmittelbar in die Wildnis überzugehen. Einen fantastischeren Startpunkt, um den Krüger Nationalpark in Südafrika zu entdecken, kann es kaum geben.

Keine Frage: The Outpost, der Außenposten, macht seinem Namen alle Ehre. Die Lodge hat sich ganz im Norden des Krüger Nationalparks niedergelassen, dahinter kommen nur noch der Limpopo River und die Grenzen zu Simbabwe und Mosambik. Zum Haupthaus mit Swimmingpool, Lounge, Bibliothek und Restaurant gehören zwölf luxuriöse Suiten, die weit über den Hang versprengt liegen und über Holzstege miteinander verbunden sind.

Bis auf eine Rückwand aus Stein bestehen die Bungalows aus Jalousien und Geländern. Damit man nicht unangekündigten Besuch von Nyala-Antilopen, Löwen oder Elefanten erhält, sind die Zimmer auf hohe Stelzen gestellt. Neben einem riesigen Himmelbett gibt es noch ein Daily Bed und – für mich das absolute Highlight – eine freistehende Badewanne mit Blick in die Wildnis (siehe oberes Bild).

Südafrika Outpost2
Swimmingpool am Haupthaus

Doch eigentlich kommt man nicht hierher, um sich auf dem Zimmer zu vergnügen. Denn The Outpost befindet sich im Gebiet des Makulele Contractual Parks, in dem nicht nur die Big Five leben (Elefanten Löwen, Büffel, Nashörner und Leoparden), sondern auch noch mehr als 350 Vogelarten. Und The Outpost hat die Lizenz, Pirschfahrten in offenen Jeeps abseits der geteerten Hauptstraßen anbieten zu dürfen.

Uns wird das Safariglück am nächsten Tag hold sein. Erst entdecken wir Elefantenspuren und kurz darauf eine kleine Herde der grauen Dickhäuter. Leoparden kreuzen lässig unseren Weg, Giraffen lugen hinter Büschen hervor, und Zebras wenden uns ihre hübschen Gesichter zu. Wir beobachten Nyalas beim Grasen und anmutige Impalas beim Herumspringen. Und wir sehen viele Vögel, von denen es immer wieder heißt, dass sie sehr, sehr selten sind. Schließlich endet das Naturtheater mit einem glühenden Sonnenuntergang hinter gigantischen Baoboabs.

Das heißt, eine kleine Zugabe gab es noch. Auf der Rückfahrt zur Lodge, als es schon ziemlich dunkel war, fiel uns plötzlich ein beißender Geruch auf. Und wenige Minuten später war er auch zu hören und dann zu sehen – wir wurden von einem jungen Elefantenbullen verfolgt, eine riesige Silhouette mit wedelnden Ohren, die sich durch das Dickicht brach als wären die Äste bloß Streichhölzer. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, nicht in einem Jeep zu sitzen, sondern in einer winzigen Blechbüchse. Wie man an diesem Artikel sehen kann, habe ich die Attacke heil überstanden. Irgendetwas muss den Bullen abgelenkt haben, denn kurz bevor er uns erreichte, drehte er ab.

Südafrika Elefantenspur
Erst entdeckten wir Elefantenspuren …
Südafrika Elefant
… und dann eine Herde.
Südafrika Giraffen
Außerdem begegneten uns noch diese zwei Hübschen, …
Südafrika Zebras
… Antilopen, Leoparden und Zebras.
Südafrika Baobab
Baobabs im Sonnenuntergang
Fotos: pa

The Outpost: www.theoutpostcamp.com

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