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Gnus von hinten sind nicht genug


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Im südafrikanischen Spätherbst kann es kühle Nächte geben und gelegentlich auch Sturm und Regen. Jeder halbwegs vernünftige Safaritourist verzichtet dann auf eine Pirschfahrt und macht es sich in der Lodge gemütlich. Wir fuhren trotzdem in die Wildnis.

Jetzt ist es doch passiert. Die Reifen schmatzen im Matsch, der Motor heult. Wir sitzen fest, irgendwo mitten im Thanda Safari Private Game Reserve, einem 14.000 Hektar großen Schutzgebiet im nördlichen Zululand. Unser Jeep hängt in Schieflage über einem Schlammloch. Sturmböen peitschen Regen über die Savanne und uns – eine Gruppe von Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich in tarngrüne Regenponchos vermummt in das offene Fahrzeug duckt. Am Himmel türmen sich Wolkenberge aus dem Farbspektrum von Gewittergrau bis Weltuntergangsschwarzgrau. Kein Silberstreif nirgendwo. Die Wolldecken, die wir gegen die Kälte mitbekommen haben, kleben längst als nasse Lappen an den Beinen.

Wir könnten jetzt auch in der Bar des Thanda Tented Camps sitzen, Roiboos-Tee oder Gin Tonic schlürfen und in den Coffee Table Books mit Tierfotografien schmökern. Themba, unser Guide und Fahrer, hatte uns gefragt, ob wir denn sicher seien, die Safari wie geplant durchziehen zu wollen. Von seiner Seite spräche nichts dagegen, er sei bei jedem Wetter draußen. Mitte Mai, wenn es in Südafrika auf den Winter zugeht, könne es schon mal Wind und Wolkenbrüche geben. Heute seien die Bedingungen allerdings extrem. Deshalb wäre es verständlich, wenn wir abbrechen wollten.

Wir waren aber nicht rund zwölf Stunden über Johannesburg bis nach Durban geflogen und von dort dreieinhalb Stunden mit dem Kleinbus durch die Eukalyptuswälder der Provinz Kwazulu-Natal gefahren, um uns in irgendeiner Bar zu verkriechen. Wir wollten Tiere sehen! Und grundsätzlich ist der Spätherbst dafür auch eine ausgezeichnete Jahreszeit. Die Hitze wummert weniger, und es gibt Wasserstellen, an denen sich die Tiere mit großer Zuverlässigkeit einfinden. Schon mehrere Male habe ich das in den National- und Naturparks der Region im Osten von Südafrika aufs Wundervollste erleben können.

Im Gegensatz zu uns haben die Wildnisbewohner ihre Exkursionen wegen des Unwetters heute offenbar gestrichen. Bis auf einige Gnus, die uns ihre Hinterteile zudrehten und sich sogleich ins Gebüsch verkrümelten, und einer Herde Impalas in einer kurzen Regenpause, die entgeistert dreinschauten, als hätten sie noch niemals Safaritouristen gesehen, sind uns bisher keine Tiere begegnet. Eine kümmerliche Ausbeute in Anbetracht dessen, dass in dem Wildreservat neben mehreren Antilopenarten auch Geparden, Hyänen, Wildhunde und die Big Five leben – Elefanten, Löwen, Nashörner, Leoparden und Büffel. Von den Hunderten von Vogelarten haben wir erst ein Exemplar gesichtet: einen Geier, der wie ein Vorbote der Apokalypse in einem kahlen Baum hockte. Vor der Wolkendecke, durch die sich in dem Moment einige Sonnenstrahlen zwängten, war die Szene nur als Schattenriss zu erkennen.

Wollen wir unsere Safari wirklich durchziehen?
Oder nicht lieber in der behaglichen Bar des Thanda Tented Camps verweilen?
Weit und breit keine Tiere: Im Gegensatz zu uns haben sie ihre Ausflüge offenbar gestrichen.
Den Geier wollen wir mal nicht als schlechtes Omen werten.
Kümmerliche Ausbeute: Wir spüren nur einige Gnus und …
… eine Herde Impalas auf.

Und nun hängen wir über dem Matschloch. Gewiss wird von Themba gleich das Kommando kommen: raus aus dem Fahrzeug und schieben. Doch dann vollbringt der wahrscheinlich beste Jeepfahrer der Welt das schier Unmögliche. Themba spielt mit dem Gas und den Gängen, wir rutschen seitwärts, rückwärts – und wie durch ein Wunder greifen die Räder wieder. Die Schlammsafari geht weiter. Wir schlingern und schwanken durch die braungrüngraue Weite, in der sich jetzt kein einziges Lebewesen mehr zeigt. Der Regen erhöht noch einmal seine Frequenz und trommelt wie eine Schnellfeuerwaffe auf unsere Regenumhänge. Mein Cape scheint hinten undicht zu sein. Jedenfalls breitet sich durch meine Fleecejacke nun auch Nässe am Rücken aus. Themba, der auf dem Kopf nur eine Wollmütze trägt, verzieht keine Miene. Winneth, unser Späher, der ganz vorne auf dem Fahrzeug sitzt, späht unbeirrt. Die Mienen der anderen Touristen kann ich nicht erkennen. Sie haben ihre Kapuzen wie ich bis auf ein Miniguckloch zugezurrt.

Will denn keiner abbrechen? Soll ich mich als Obermimose outen? Gnus von hinten – das kann doch nicht alles gewesen sein? Kann der gottverdammte Regen nicht auch einfach mal wieder aufhören? Wie anders ist es doch, wenn die Sonne vom blauen Himmel brennt und den herbstlich bunten Busch zum Leuchten bringt. Wenn sie in den Abendstunden alles mit einem goldenen Firnis veredelt und ihren Untergang mit einem glühenden Firmament krönt, vor dem sich Silhouetten von Elefanten oder Giraffen abzeichnen. Und wenn man dann irgendwo zum „Sundowner“ stoppt, um die kitschposterreife Kulisse bei einem Savanna Dry oder einem Amarula auf Eis zu genießen. Heute ist die Dämmerung nur daran zu erkennen, dass sich die Grautöne in Richtung Schwarz intensivieren. Wie Blechamulette wirken die Pfützen und Tümpel in dem schwindenden Licht. Die Büsche verwandeln sich in lauernde Ungeheuer. Der Regen wird weniger.

Wir schlingern gerade durch die x-te Schlammkuhle, als plötzlich dieser gewaltige Bass ertönt, der durch Mark und Bein geht. Wer ihn einmal gehört hat, vergisst ihn nicht wieder. Mit einem Schlag kommt Leben in den Jeep. Und dann kreuzen sie auch schon unseren Weg: zwei Löwinnen. Themba meint, dass die Damen unterwegs zum Rest des Rudels seien, das nicht weit entfernt sein Abendmahl verspeise. Als wir schlotternd und triefend ins Zelt-Camp von Thanda zurückkehren, werden uns standardmäßig erst einmal feuchte Tücher gereicht. Trockene wären uns lieber gewesen. Danach gibt’s aber auch noch eine heiße Schokolade.

Highlight zum Schluss: Bei Einbruch der Dunkelheit kreuzen zwei Löwinnen unseren Weg.
Der Rest des Rudels sei gerade beim Abendmahl, vermutet unser Guide Themba.

Thanda, das hatte uns das Personal gleich bei unserer Ankunft erklärt, sei ein Wort aus der Sprache der Zulu und bedeute „Liebe“. Die Lodge ist Mitglied bei den Leading Hotels of the World, einer globalen Marketing-Kooperation von Hotels und Resorts im High-End-Segment. Zur Anlage gehören ein Gebäudekomplex mit neun gigantischen Suiten, eine noch viel gigantischere Villa, Swimmingpools, Spa-Einrichtungen, Bibliothek, Weinkeller, Souvenirshop und das Zeltcamp, in dem wir untergebracht sind. Mit einer ganzen Reihe von Initiativen sorgt die Lodge dafür, dass die Gäste die Fünf-Sterne-Annehmlichkeiten mitten im Busch ohne Gewissenskonflikte erleben können. Thanda betreibt Projekte zum Erhalt der Zulu-Kultur, zum Schutz von Tieren und Natur im Generellen und zur Rettung von Spitzmaulnashörnern im Speziellen. Weil die Mär vom Nashornpulver als Wundermedizin und Potenzmittel einfach nicht totzukriegen ist, steht die bedrohte Spezies nach wie vor im Visier von Wilderern. Auf asiatischen Märkten lassen sich für ein Kilo zerriebenes Horn fünfstellige Summen erzielen. Allein im vergangenen Jahr wurden in Südafrika 1.054 Nashörner gewildert.

Die Nashörner sind der Hauptgrund, weshalb wir nach Thanda gekommen sind. Am nächsten Morgen steht für uns „Rhino Tracking“ auf dem Programm – eine geführte Tour zu Fuß durch die Wildnis. In aller Herrgottsfrühe soll es losgehen, weil das die beste Zeit ist, um Nashornspuren zu finden. Nach dem Abendessen heißt es aber zunächst, sich vom Haupthaus zu den Zelten durchzuschlagen. Die Zelte sind großzügig in der Landschaft versprengt, was viel Privatsphäre verheißt und bei schönem Wetter natürlich eine famose Sache ist. Jetzt stürzen Wassermassen vom Himmel und verwandeln die Terrassendecks in Rutschbahnen und die Pfade in Morast. An anderen Tagen ist die Anlage mit Paraffinlampen und Kerzen illuminiert. Heute ist alles stockfinster. Einige aus der Gruppe überlegen, ob sie nicht lieber in der Bar übernachten sollen. Hier befindet sich die einzige Wärmequelle des Zeltcamps: ein Heizpilz.

Ich finde die Aussicht auf trockene Kleidung und Haare reizvoller und mache mich mit meiner kleinen Taschenlampe auf den Weg zum Zelt den Hang hinunter. Nach mehrmaligem Verlaufen, einmaligem Ausglitschen und mit einem vom Sturm zerstörten Regenschirm komme ich an. Am Zelteingang hat sich ein See gebildet, der sich zum Glück noch nicht bis zum Koffer ausgebreitet hat. Um den Gästen „echte Buschatmosphäre“ zu ermöglichen, gibt es in den im Kolonialstil eingerichteten Zelten nur ein funzeliges Licht im Badezimmer und ansonsten keine Elektrizität: keine Anschlüsse für die Kamera-, Telefon- und Computerladekabel, keine Steckdosen für den mitgebrachten Fön und den Wasserkocher, mit dem ich jetzt gerne heißes Wasser für eine Wärmflasche zubereitet hätte. Mit feuchten Haaren steige ich in die klammen Laken und türme alle verfügbaren Wolldecken obendrauf. Auf dem Nachttischchen entdecke ich ein Walkie-Talkie für den Notfall.

Die Nacht verläuft unruhig und kurz. Der Sturm zerrt wie eine tollwütige Bestie an den Zeltwänden. Um 5.30 Uhr leuchtet schon ein Lodge-Mitarbeiter mit einer Taschenlampe durchs Fenster: der Weckdienst für die Nashornexpedition. Ich lausche in die Dunkelheit und höre, dass Regen auf die Veranda prasselt. Der Himmel hat seine Schleusen – schon wieder oder immer noch – bis zum Anschlag geöffnet. An der Außendusche hinter dem Zelt müsste ich jetzt keine Hähne aufdrehen. Ich könnte mich einfach reinstellen. Wegen der geringen Außentemperaturen bevorzuge ich jedoch das warme Wasser der Innendusche, über die das 4,5-Sterne-Zelt auch verfügt.

Bei schönem Wetter garantiert eine feine Angelegenheit: das Zeltcamp von Thanda
Naturtöne und antike Möbel bestimmen das Interieur der 4,5-Sterne-Zelte.

Oben an der Bar treffen wir Peter. Der Ranger hat schlechte Nachrichten für uns: Aufgrund des Wetters müsse unser Nashornprogramm ausfallen. Bei dem aufgeweichten Boden sei die Spurensuche sinnlos. Stattdessen gibt es ein wenig Nashorntheorie. Peter erzählt, dass sich die Tiere für die Wildreservate wegen der teuren Schutzmaßnahmen immer weniger rentierten. Zahlen zu den Nashornbeständen von Thanda will er nicht nennen: Es sei nicht gut, wenn solche Informationen zu den Wilderern durchdrängen. Als Alternative für den gecancelten Nashornausflug schlägt uns Peter vor, noch einmal auf Jeepsafari zu gehen.

Der festen Überzeugung, dass es nur besser als gestern laufen kann, klettern wir wieder zu Themba und Winneth in den Landrover. Die Morgenluft ist so rein, als wäre die Erde gerade erst geboren. Der Regen beschränkt sich auf ein Nieseln. Winneth lässt den Blick über die braungrüngraugelbe Savanne schweifen: kein Tier weit und breit. Wir schlingern und schwanken so vor uns hin, bleiben wieder mehrmals fast stecken, aber das kann uns nicht mehr schocken. Themba hat noch jedes Matschmanöver gemeistert. Tiere sehen wir immer noch keine, dafür wird der Regen wieder präsenter. Irgendwann kommen wir an einen Fluss. Themba sagt, wahrscheinlich seien die Elefanten und Büffel irgendwo hinter der Anhöhe auf der anderen Seite. Nur kämen wir nicht hinüber. Der Fluss führe zu viel Wasser. Also kehren wir um und schlingern und schwanken in eine andere Richtung.

Dann immerhin: eine Regenpause und einige Zebras. Die Tiere ignorieren uns, bis wir ihnen zu dicht auf die Pelle rücken und sie ins Gestrüpp zockeln. Kurz darauf fällt ein dichter Regenvorhang vom bleigrauen Himmel. Unsere Regencapes flattern im Wind. Und als wir schließlich noch auf drei Giraffen treffen, können wir nicht einmal für Sekunden die Kameras zücken. Dabei war das Motiv allerliebst. Die Tiere hatten Zuflucht im Dickicht gesucht, was ihnen aufgrund des Körperbaus nicht besonders gut gelang. Ihre Hälse ragten hinaus in den Sturm und den Regen. Die Giraffen schauten verständnislos zu uns herüber und schienen zu fragen: Wie närrisch muss man sein, um bei dem Unwetter durch die Gegend zu schlingern?

NASHORNSPURENSUCHE, FOTOSAFARIS UND ZULU-TRADITIONEN
Bei schönem Wetter können die Gäste im Thanda Safari Private Game Reserve zwischen mehreren Aktivitäten wählen. Neben klassischen Pirschfahrten und „Rhino Tracking“ organisiert die Lodge auch Fotosafaris, „Hippo & Croc Cruises“ durch den iSimangaliso Wetland Park und Ausflüge in die umliegenden Zulu-Dörfer.

Die Nashornspurensuche fällt ins Wasser. Aber wir können noch einmal mit dem Jeep los.
Ein Zebra, hurra! Wir sind doch nicht …
… ganz allein auf weiter Flur.
Der Fluss ist angeschwollen – kein Durchkommen mehr, meint Tracker Winneth.
Pünktlich zu unserer Abfahrt von Thanda hört der Regen auf.
Fotos: pa

15 Comments

  • Keine Gnus von hinten, aber fast echte Buschatmosphäre, Wildschweine im Rucksack und Wölfe auf der Lichtung kannst du auch ganz nahe, im ehemaligen Truppenübungsgelände von NVA und jetzt Bundeswehr, im Tagebau-Restloch-Gebiet von Nochten, in Deutschlands wildem Osten erleben.
    Nur die Hütten da sind nicht so hübsch und gemütlich, wie die auf deinen Fotos.
    Da kann der Osten noch was von Südafrika lernen.
    Dafür gibt es aber ganz wilde Rafting-Touren auf der Neiße.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall mal schöneres Wetter.
    Friedrich
    .

  • Ein toller Artikel! Schön zu lesen, wirklich spannend! Edith und ich waren vor 2 Jahren
    im Thanda, allerdings hatten wir gutes Wetter.
    Dein Beitrag weckt viele Erinnerungen.
    Herzliche Grüße!

    • Liebe Edith und lieber Hermann,

      welch Zufall, denn es gibt ja nun wirklich viele Safari- und sonstige Unterkünfte in Südafrika. Was Thanda betrifft, musste ich mir tatsächlich sehr viel Mühe geben, um mir die Anlage bei schönem Wetter vorzustellen. Ich war schon viermal zur gleichen Jahreszeit (Mai) in der Region – aber niemals war die Wetterlage annähernd so wie beschrieben. Nichts mehr funktionierte, was andernfalls prächtig funktioniert hätte …

      Herzliche Grüße von
      Pilar

  • Der Neugierde halber reingeklickt. Oh, sehr (!) viel besser als die Stoffpüppchen. Text mir persönlich zu adjektivlastig. Andererseits passt es, da Schlamm nun mal verlangsamt.
    Schmatzende Reifen kann ein alter Landy-Fan jedenfalls sofort nachvollziehen. Und der Landy muss ja nicht durch einen Rosamunde-Pilcher-Film fahren. ;-) Fotos – wie immer: sauber! Ich find Sie ja gerade in den Fotos richtig gut.

    Bitte zum Nashorn größeren Abstand wahren als zu den (abendsatten?) Löwinnen. Im optischen Zoom geblieben? Noch in super Auflösung, trotz Nachtdämmerung!

    • Wie so oft eine Frage des Geschmacks. Fotografieren war wegen des geschilderten Wetters kaum möglich und bestand im ständigen Rein- und Rausfummeln der Apparate durch den Regenponcho. Zuzüglich dessen, dass mein technisches Equipment ebenso bescheiden ist wie meine Kompetenz zum Einsatz desselben, sind die Ergebnisse entsprechend unterirdisch – insbesondere die unscharfen und grobkörnigen Löwenfotos. Zugunsten der Unmittelbarkeit habe ich sie trotzdem ausgewählt.

      Und nein, nach Aussage unseres Guides waren die Raubkatzen noch nicht „abendsatt“, weshalb sich das optische Zoomen empfohlen hatte. Ob diese Information dem Safari-Spannungsaufbau diente oder nicht, ist eine andere Frage. Jedenfalls stieg der Tracker von seinem „Galionsfigurposten“ nach Sichtung der Tiere zu uns ins Fahrzeug.

  • Haha, toll so n spannender Bericht bei dem du denkst du bist dabei gewesen und dann merkst du nee, du liegst ja unterm sonnenschirm aufm Balkon. Danke für den lesegenuss und das Sie die Strapaze auf sich genommen haben.

    • Die Frage kann ich konkret zu Thanda nur aus eigener Wahrnehmung beantworten: Im Tented Camp waren von der Rezeptionistin über die Guides bis zum Barkeeper und den Kofferträgern alle Zulus. Der Ranger war es nicht. An den Ausflügen in die Dörfer haben wir – siehe Bericht – nicht teilgenommen.

      Zur Black-Economic-Empowerment-Entwicklung im touristischen Bereich allgemein: Auf einer Reisemesse im Mai in Durban sagte die neue Tourismusministerin, dass die Zahl der touristischen Unternehmen, die sich im Besitz der schwarzen Bevölkerung befinden, noch unter zehn Prozent liege, eine Steigerung auf 30 Prozent jedoch das Ziel für die nächsten fünf Jahre sei.

      Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.

  • Und wie soll das von wem genau umgesetzt werden?
    Durch Fleiß – oder durch Enteignung?
    Nach meinem nicht aktuellen Wissen war die niederländisch-stämmige weiße Bevölkerung überwiegend im Sektor Landwirtschaft etabliert. Nehme an, die britischstämmige weiße Bevölkerung dominierte den Tourismus-Sektor (sofern er während der Apartheit eine größere volkswirtschaftliche Rolle spielte)?
    Gab es „früher“ nicht immer auch harte Konflikte zwischen den Volksgruppen der Zulu und der Xhosa? Die „schwarze Bevölkerung“ ist ja mitnichten eine homogene Gruppe – sei es in Südafrika vielleicht auch nicht so heterogen wie etwa im mittelwestafrikanischen Liberia, wo sich die Nachfahren der US-Sklaven aufspielten wie die weißen Herren ihrer Vorväter (vergl. Herrschaftszeit Charles Taylor).

    Welche Rolle spielen die verbliebenen San?
    Welcher Wirtschaftsideologie folgt die heutige südafrikanische Regierung?
    Bei welcher Gesamtwirtschaftsleistung, welcher Handelsbilanz?
    Sozialsystem? Kranken- und Altenversorgung?

  • Finde die Fotos auch klasse v.a. das Zebra am Fluchtpunkt und die Reportage über eine wiewohl unglückliche Situation sehr gelungen.

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