Fotoreportagen, Jordanien

Jordanien, Gesteinsformationen wie Baumkuchenstücke


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Als wir durch die Sandsteinformationen des Wadi Rums gestreift sind, kam ich mir vor wie ein Zwerg zwischen riesigen Baumkuchenstücken. Vor Jahrmillionen ist hier durch geologische Verwerfungen und Erosion eine eigentümliche Landschaft entstanden, …

… die an Schichtgebäck mit Vollmilchschokoladenguss erinnert. Die Unesco hat dieses Wunderwerk der Natur 2011 zum Welterbe deklariert. Bekannt wurde es aber schon viel früher als Filmkulisse des Wüstenepos „Lawrence von Arabien“. Heute reiten zwischen den Felsen fotogen hergerichtete Beduinen herum (siehe Foto oben), und in Zelten werden Touristen mit Kardamom-Tee und Shishas bewirtet. Doch zurück nach Amman, wo unsere Jordanien-Reise begann.

Jordanien Amman

Die Hauptstadt des Haschimitischen Königreichs ist eine moderne Millionenmetropole, mit allem, was dazu gehört: Lärm, Smog, Hektik, Gedränge. Ein guter Platz zum Innehalten ist der Zitadellenhügel, von dem aus ich dieses Foto aufgenommen habe. Hier stehen auch die Ruinen des Herkules-Tempel – ein erste Vorgeschmack auf das gewaltige historische Erbe, das wir in den nächsten Tagen bestaunen dürfen.

Jordanien Jerash

Nur etwa 40 Kilometer Richtung Norden sind es bis zur antiken Stadt Jerash – für Säulen-Fans wie mich eine absolute Augenweide.

Jordanien Jerash

Neben der Kolonnadenstraße und dem mit ionischen Säulen gesäumten Forum (siehe Foto) gehören zur Anlage auch noch ein Triumphbogen, ein Hippodrom, zwei Theater und das Nymphäum, eine reich verzierte Brunnenanlage.

Jordanien Petra

An dieser Stelle hätte jetzt eigentlich das obligatorische Tote-Meer-Foto – Menschen, die im Wasser Zeitung lesen – erscheinen können. Doch ein solches Bild fehlt in meiner Sammlung. Wahrscheinlich war ich zu sehr mit dem schwarzen Schlamm beschäftigt und mit dem Vergnügen, mich in dem mineralreichen Wasser herumzukugeln. Daher hier schon unsere nächste Station: die Felsenstadt Petra.

Jordanien Petra Schatzhaus

Und wie es mit Attraktionen von solcher Schönheit nun mal so ist: Man hat sie nicht für sich alleine. In Petra ist das allerdings besonders schade, weil sich das Geschnatter der Touristen rein gar nicht mit dem geheimnisvollen Ort verträgt. Als ich vor dem Schatzhaus stehe, wünsche ich mir, dass alle vor Staunen verstummen mögen. Wenigstens für einige Minuten.

Jordanien Petra Junge

Petra wurde vor mehr als 2000 Jahren von den Nabatäern geschaffen. Das strebsame Nomadenvolk meißelte hier Hunderte von Behausungen und Gräber in die rosafarbenen Sandsteinwände. Der Junge auf dem Bild schaut zwar so drein, als ob er nicht oft Fremde zu Gesicht bekäme, aber das kann eigentlich nicht sein. Jeder Jordanien-Besucher will Petra sehen – und ja, man kann es verstehen. Am schönsten leuchtet das Nabatäer-Werk im Morgenlicht und am späten Nachmittag.

Jordanien Wadi Rum Safari

Riesige Gesteinsformationen, Schluchten, Felsbrücken und Felszeichnungen – das Wadi Rum ist ein naturgeschaffener Abenteuerspielplatz. Bis zu 1.750 Meter hoch ragen die bizarren Sandsteinbrocken aus dem Wüstenboden. Wir sind mit einem Jeep herumgekurvt, man kann aber auch mit einem Kamel losziehen.

Jordanien Aqaba
Fotos: pa

Proppenvoll mit Eindrücken sind wir dann noch weiter bis nach Aqaba ganz im Süden gefahren. In der Stadt am Roten Meer gibt es nicht viel zu tun, außer die Füße in den Sand zu stecken, im Golf von Aqaba eine Runde mit dem Boot zu drehen und Souvenirs zu erstehen. Ich habe mir eine Wasserpfeife zugelegt, aber das ist eine andere Geschichte. 

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