Beleuchtungssysteme, die sich nicht ausschalten lassen, verspiegelte Zimmer, in denen man sich Blessuren einhandelt, und immer wieder Kämpfe mit Decken, die allabendlich wie einbetoniert unter der Matratze stecken: Warum nur stellen so viele Hotels Form über Funktion? Von kleinen und größeren Gefechten in Übernachtungsstätten rund um den Globus.
Das größte anzunehmende Malheur des Anfängerparfümeurs
Patrick Süskinds genialer Duftkreateur Jean-Baptiste Grenouille pilgerte nach Grasse, um in dem „gelobten Land der Parfumeure“ aus dem Geruch junger Frauen den Duft der Düfte zu komponieren. Wer sein Talent als „Nase“ überprüfen will, kann in der südfranzösischen Stadt an einem Parfümworkshop teilnehmen. Als Gott des Duftes wie die Romanfigur fühlt man sich dabei allerdings eher weniger. Ein Selbstversuch.
Interview mit einem Lavendelbären
Unter dem Schlachttisch einer Fischbude wurde er zur Welt gebracht und von seiner Mutter um ein Haar mit den Abfällen entsorgt. Sein weiteres Leben war geprägt von Demütigung und Einsamkeit. Dann mutierte Grenouille, der Duftkreateur aus dem Roman „Das Parfum“, zum Serienkiller. Am Ort des Grauens, im südfranzösischen Grasse, erspähte die reisekorrespondentin (dr) einen Lavendelbären mit treuherzigen Knopfaugen.
Bis zur Geisterstunde sind es noch ein paar Stunden
Im Herbst, wenn Nebel über der Moldau schwebt und der Himmel zwischen Silbergrau und Mausgrau changiert, erscheint Prag wie die letzte Bastion im Diesseits mit der Karlsbrücke als Übergang zum Totenreich. Doch selbst zu dieser tristen Jahreszeit ist die tschechische Hauptstadt voller Touristen, die einen rempelnd davor bewahren, sich in der mystischen Stimmung zu verlieren.
Höllenritt mit acht Hundestärken
Nie wieder will ich mit einem Husky-Gespann durch die finnischen Wälder donnern, …
Wo die schwäbelnden Gnome wohnen
Wer Wandern eher langweilig findet, ist in der Monbachtalschlucht im Naturpark Schwarzwald richtig. Denn die Route ist eine einzige Abwechslung – mit umgestürzten Bäumen, moosigen Felsbrocken und Wasserfällen. Ständig eröffnen sich neue Ausblicke auf wildromantische Szenen, die nur ein Künstler so absichtslos arrangieren kann: die Natur.
Interview mit einem Barden
Megalithische Tempelruinen, römische Katakomben und bullige Festungen des Johanniterordens – Malta ist gespickt mit kulturellen Sehenswürdigkeiten. Doch die Insel hat auch ein junges Gesicht. In St. Julian’s mäanderte die reisekorrespondentin (dr) durch Partyvolk, Alkoholdunst und Bassgestampfe, bis sie in einem Souvenirshop einen Barden erblickte, der mit seinem traditionellen Outfit recht deplatziert wirkte.